Was ist gemeinschaftliches Wohnen?
Hierbei handelt es sich um selbstorganisierte, gemeinwohlorientierte Wohnformen, bei denen die Bewohner*innen ihr Eigentum zusammen verwalten, Verantwortung teilen und gemeinsam Entscheidungen treffen. Ziele können beispielsweise eine solidarische Nachbarschaft, vielfältige soziale Kontakte oder eine ökologisch-nachhaltige Lebensweise sein.
In gemeinschaftlich ausgerichteten Wohnprojektgruppen schließen sich Menschen zusammen, die bewusst ihr Leben in bestimmten Bereichen zusammen gestalten und gemeinsame Vorstellungen und Interessen verwirklichen möchten.
Die jeweilige Ausgestaltung der Wohnprojekte ist dabei vielfältig. Meist gibt es neben dem eigenen Wohnraum gemeinsam genutzte Flächen der Begegnung wie Gemeinschaftsräume, einen Gemeinschaftsgarten oder Veranstaltungsräume.
Der Grad der Gemeinschaft hängt von der Ausrichtung der Wohnprojektgruppe ab: Von der Kommune über Mietwohnprojekte bis hin zu inklusiven Mehrgenerationenhäusern mit Pflegedienst oder solidarischer Landwirtschaft mit einer Wohngemeinschaft - es gibt viele Formen des Zusammenlebens.
Für Interessierte ist es wichtig, zunächst die eigenen Bedürfnisse nach dem Grad der Gemeinschaft zu klären. Der Fragebogen des Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen zur Selbsteinschätzung kann hierbei hilfreich sein:
Selbsteinschätzungsbogen
(als PDF zum Herunterladen)
Exemplarische Beispiele für gemeinschaftliches Wohnen:
- Mehrgenerationenwohnen: Von jung bis alt- alle Generationen wohnen gemeinsam.
- Genossenschaftliche Wohnprojekte: Die Bewohner*innen haben gemeinsames Eigentum (Genossenschaftsanteile)
- Inklusive Wohnprojekte: Menschen mit und ohne Behinderung leben gemeinsam und unterstützen sich.
- Mietshäusersyndikatsprojekte:
Spezielles Konstrukt (GmbH und Hausverein) mit dem Ziel, Immobilien und Boden der Spekulation zu entziehen. - Clusterwohnen: Eigener, kleiner Wohnraum mit großen Gemeinschaftsflächen wie Küche und anderen Gemeinschaftsräumen.
- Mietwohnprojekte: Wohnprojektgruppen unterschiedlicher Größe leben z.B. unter dem Dach einer Genossenschaft und haben Mitspracherecht bei Wohnungsbelegung u.ä.